Parkleuchten 2014


Wie immer so eine Art Jahreskickoff: das Parkleuchten im Grugapark Essen. (Nur) noch bis 16.3.2014!

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Historische Kirmes in der Jahrhunderthalle Bochum


Leider dieses Jahr schon wieder vorbei: der historische Jahrmarkt in der Jahrhunderthalle Bochum, die 2014er Ausgabe jährte sich bereits zum siebten Mal. Einfach schön!

Und wenn Ihr genau hinschaut: es kommen auch einige Besucher entsprechend angezogen. Stark.

Familienführung im Leder- und Gerbermuseum Mülheim an der Ruhr


Heute am 26. Januar 2014 war unsere vierköpfige Familie bei einer Premiere dabei: die erste Familienführung im Leder- und Gerbermuseum Mülheim an der Ruhr. Etwa ein Dutzend Kinder nebst zugehörigen Erwachsenen bekamen eine wunderbare und sehr kindgerechte Führung, von der Museumschefin selbst.

Ein paar erste Fragen zum Auflockern starteten das ganze Event: Was tragen wir aus Leder an uns? Woraus wird Leder gemacht? Wie komme ich an die Tierhaut ran? Irgendwann wird auch das “Arschleder” erwähnt. Großes Kindergekicher!

Dann erfahren wir, dass Mülheim mal 45 Lederfabriken hatte. Am Eingang gibt es dazu nämlich eine Karte von 1903 auf dem Fussboden, da kann man das ganz wunderbar sehen.3-1

In kleinen Häppchen werden in der Führung nun allerlei weitere Fakten vermittelt: Die Ruhr war vor den Stauwehren und Schleußen schwer zu bändigen. Da ‘schwimmen einem die Felle davon’. Also hat man das Fell nach dem Abziehen früher lieber in einen Bach gehängt. In der Ausstellung selbst sehen wir, dass so eine Kuh 4,5 bis 6 Quadratmeter Leder am Stück gibt – das riesige Teil wird nämlich auf dem Boden ausgebreitet. So eine Haut quillt beim Wässern übrigens auf 2 cm Dicke auf und wiegt 50-70kg – kein leichtes Stück Arbeit für den Gerber!

Das beste Leder kommt vom Rücken, weil die Fasern dort am dichtesten sind und die Haut von Wachstum und Geburten nicht gedehnt ist. Und die Nackenfalten kriegt man nicht weg. Leder wurde früher auch mit Tauben-, Hundekot und Pipi gemacht. Und dann am Liebsten Glazé-Lederhandschuhe daraus. Wenn man dann einen Handkuss gibt – versteht Ihr?

Die große Holzbox in der Ecke beherbergt konfiszierte Stücke vom Zoll – in die Schlangenlederjacke dürfen alle Kinder einmal reinschlüpfen. Und hat schon mal wer Lachsleder oder das Leder von einem Stör angefaßt und gerochen?1-P1090870

Ein Hausmodell zeigt die Lederherstellung in allen Phasen. Toll ist auch das Quiz gegenüber, ein Mix von Reimen, Tierlauten und Lederproben zum Antasten.

Gezeigt werden daneben viele Produkte aus Leder für Bergbau und Militär. Gerade der Kohleabbau im Ruhrgebiet brauchte nämlich viele Ledersachen für Bekleidung der Bergmänner, für Lederriemen und Schutz der Geräte. Einmal Gerbbrühe riechen? Bitteschön!

Zum Schluß erhalten alle einen Lederbeutel zum Selberfädeln (die Kids einen großen, die Erwachsenen einen kleinen). Toll!1-5

Wer jetzt noch mag, kann einen recht langen Film über alle Herstellungsphasen von Leder gucken. Allerdings wurde vorgewarnt, da wird wohl auch die Haut mit Fleischresten gezeigt (haben wir nicht geguckt, den Bildschirm kann man umgehen). Die weitere Austellung ohne Führung zeigt ergänzend eine Historie der Mülheimer Fabriken, einen Wechselausstellungsbereich und Audiokommentare.

Ganz wunderbar fand ich, dass durchgehend alle Exponate und der Rundgang auch in Braille beschriftet sind. Auch kann man viele große und kleine Lederproben und einige andere Exponate angucken und befühlen!2-P1090876

Fotos sind (bis auf die mit den eigenen Kindern) in der Tour nicht gern gesehen, aber da es ein Museum ist, finde ich das in Ordnung.

2 Erwachsene und 2 Kinder schlugen mit fairen 14 Euro zu Buche, bei Einsatz der Ruhrtopcard gibt es etwas Ermäßigung. Ich empfehle den Besuch der kleinen, aber feinen Ausstellung mit dieser oder einer ähnlichen Führung.

Es gibt von mir volle drei von drei Schachtzeichen: schachtzeichen_bewertungschachtzeichen_bewertungschachtzeichen_bewertung

Details: Website vom Leder- und Gerbermuseum

Tausend Meter unter dem Ruhrgebiet


Denkt Euch, ich war auf Zeche! Also nicht so mit Maloche, aber trotzdem in echt. Ganz unten. Ganz nah.

Ruhrgebiets-Buddies sind die Größten!

Mein Ruhrgebiets-Buddy und Blogger-Kumpel Michael hatte doch tatsächlich eine Grubenfahrt gewonnen! Und glücklicherweise hat er mich gefragt, ob ich nicht mitkommen wolle. Ich bin ja gebürtiger Chemnitzer, somit als Randerzgebirgler in Bergwerksdingen nicht unerfahren. Aber eine Grubenfahrt in eine aktive Zeche, ne, sowas hatte ich noch nie mitgemacht. Tja, da hab ich mal ja gesagt, nöch?

An einem schönen Dezembermontag hat sich dann ein buntes Völkchen von Gewinnern an Schacht 8 der Zeche Auguste Victoria in Marl getroffen. Zehn Zugezogene und Einheimische, aus Wanne-Eickel, Bottrop, Köln, Krefeld, Mülheim an der Ruhr, ob Installateur, Programmierer, technische Zeichnerin oder Onlineshop-Projektmanager wie meinereiner hatten sich unter 3.500 Einsendungen zum Anlass der 2013er Ausgabe der Extraschicht und mit Verlosung durch die RAG Montan Immobilien dieses außergewöhnliche Event ergattern können.

Jetzt war ich ja ganz schlau und hab mir extra noch ein kleines Notizbuch besorgt. Es ist nämlich nicht erlaubt, elektrische Gerätschaften von der Armbanduhr bis zum Fotoapparat mit unter Tage zu nehmen. Die hiesige Steinkohle birgt Methan in sich, und das wollen wir ja nicht entzünden, gell? Und trotz dass ich das Notizbuch nachher am Spind liegenlassen habe, kann ich Euch so an einigen Infos teilhaben lassen.7-IMG_0598

Der begleitende Steiger, Peter Dithmer, hieß uns denn herzlich willkommen und beglückwünschte uns zur Grubenfahrt. Wie sich auch in den Gesprächen herausstellte, ist es nämlich extrem schwierig, überhaupt noch an so einem Event teilnehmen zu können. Es gibt ja auch nur noch zwei Zechen von ehemals über 1.000 im Ruhrgebiet (da erinnerten mal die Schachtzeichen dran!) – und selbst diese werden bis spätestens 2018 ihre Arbeit abschließen. Auguste Victoria (AV) selbst schließt bereits 2015 ihre Tore.

Von der kleinen Vorstellungsrunde aller Teilnehmer ist mir besonders das Paar in Erinnerung geblieben, das vom Schwiegervater die Grubenfahrt geschenkt bekam, weil er schon die Altersgrenze überschritt. Er hatte zwar gewonnen, aber die Grubenfahrten sind nur zwischen 18 und 60 Jahren erlaubt.

Die Präsentation: Zahlen, Wissenswertes, Zechenzukunft

Dann wurde uns ein kleiner Imagefilm zur Kohleförderung im Ruhrgebiet gezeigt und anschließend durch eine Präsentation zur Gewinnung von Steinkohle auf Zeche August Victoria ergänzt. In meinem schlauen Büchlein hatte ich mir notiert:

Es werden etwa mehretagige Förderkörbe für Kumpeltransporte benutzt. Die Maschinen zum Abbau benutzen Laser für die Steuerung ihrer Lage, und Scanner für die Positionierung innerhalb des Flözes. Pro Jahr werden 12km Strecke ausgebaut. Komplexe Zu- und Abluftsysteme sorgen für die Belüftung mit Frischluft, dabei entstehen schon mal 10t Luftdruck pro Wettertür.

Die RAG wurde als Ruhrkohle-AG 1969 gegründet,  das Logo war früher wegen des engen Bezugs zur Chemie blau. Derzeit arbeiten noch 15.000 Bergleute für die RAG. Regelarbeitszeit sind eigentlich 55 Jahre – die aktuellen Schließpläne drücken das aber durch diverse Maßahmen auf 50 Jahre. Die Kumpel sind acht Stunden am Stück unten, später erfahren wir auch noch, dass es vier Schichten am Tag gibt, zumindest auf AV.

So ein Konzern wie die RAG hat nicht nur viel Land (12.000 Hektar!) zu bewirtschaften, sondern auch viele Töchter, wie die RAG Steinkohle, mit der wir einfahren. Aber auch Tochtergesellschaften wie die RAG Mining Solutions tragen zum Erfolg bei und verkaufen insbesondere gebrauchte Maschinen und Services wie Beratung äußerst erfolgreich insbesondere östlich von Deutschland. Die RAG Montan Immobilien kümmert sich um das “Danach” eines Bergwerks. 50 Hektar große Flächen sind keine Seltenheit, und mit dem Zauberwort „Revitalisierung“ ist es nicht getan. Mir war überhaupt nicht bewusst, dass man sich sowohl mit der zukünftigen Nutzung der untertägigen Ressourcen – sowas wie Grubenwasser- oder Schachtwärme und unterirdische Pumpspeicherwerke kennt man vielleicht noch, sondern auch mit übertägigen Ressourcen beschäftigt. Hier fallen etwa Photovoltaik drunter, oberirdische Pumpspeicherwerke z.B. auf Halden, aber auch Biomasseproduktion. Pappeln für mehrere Jahre angepflanzt entgiften den Boden. Vieles ist hier auch noch in der Erforschung.

Gefördert werden 10 Mio. Tonnen Steinkohle pro Jahr – wow! – und da sind die nochmal 10 Mio. t Stein”abfall” (Abraum) und das Wasser noch nicht mitgerechnet. Der Abraum geht auf Halde, in den Straßenbau oder an den Rotterdamer Hafen zum Ausbau der Hafenfläche. Ironischerweise kommt genau da eine große Menge Importkohle an…

Auch Subventionen kamen zur Sprache, subventioniert wird aber wohl nur jede Tonne Kohle, die auch wirklich verkauf wird. Und so kommt es, dass Subventionen auch mal nicht abgerufen werden, was sich ebenfalls auf hübsche Sümmchen addiert.

Das Ende des Bergbaus wird auch zu indirekten Folgen führen, so werden z.B. für AV noch 2.000 Wäschebündel pro Woche gereinigt. Das Ruhrgebiet als ehemalige Auenlandschaft (erinnert mich an die Hobbits) hat durch den Abbau der Kohle gelitten. So liegen die Orte teilweise mehre zig Meter tiefer, und die Ewigkeitslasten haben sich ihren festen Platz bereits erobert: immerlaufende Pumpen und deren Betreuung binden mehrere hundert Mitarbeiter pro Jahr!
Schließlich gibt es noch einige Details zur AV: so ein Flöz auf AV ist ca. 2,22m durchschnittlich mächtig. Die Zeche hat fast 2.700 Mitarbeiter, davon ca. 300 Angestellte und an die 240 Azubis, die wegen der fehlenden Zukunft aber nicht übernommen werden können. Sicherheit spielt eine große Rolle, weniger als 3 Unfälle je 1 Mio Arbeitsstunden werden benannt. Das hört sich sehr wenig an. Wir bekommen auch noch eine kleine Sicherheitseinweisung für den FSR 990 Sauerstoffselbstretter, den jeder Bergmann immer betriebsbereit bei sich tragen muss. Das gilt auch für Zechentouris!

Für den folgenden Besuch werden wir auf Betriebsstätte 723 einfahren. Die „Teufe“ beträgt hier 1.098m, und wir werden auf der 6. Sohle ca. 3km Strecke zurücklegen.

Wir fahren ein!

Nun ist die Zeit doch schon fortgeschritten. Also flugs zum Umziehen – jedermann und jede Frau erhält ein komplettes Paket Baumwoll-Kleidung. Von der Jacke über Hemd und Hose bis zu Socken und Unterhose. In Feinripp. Der Gürtel passt dank vieler Löcher auch, die hilfreich herbeigeholte Lochzange braucht’s dann doch nicht. Dreieckstuch um den Hals nicht vergessen, nomma auf’s Klo!1-IMG_05742-IMG_05773-IMG_0579

Dann noch die Ausrüstung komplettieren: Sicherheitsschuhe und Schienbeinschoner, Schutzbrille, Helm und Grubenlampe. Ohrenstöpsel und Staubmaske. Haben wir alles? Dann kann’s ja losgehen!

Wir tippeln brav hinter dem Steiger her, das ganze Zeug ist schon ordentlich Gewicht. Da ist auch schon der Fahrkorb und alle rein. Türen zu und huiiiiii geht es abwärts! Bei der Seilfahrt nach oben hab ich mal gefragt: satte 43 Stundenkilometer machen wir!

Ziemlich schnell sind wir dann auch schon unten. Auf ca. 1.100 Meter Tiefe. Kann ich mir nur schwer vorstellen. Im Gänsemarsch bewegen wir uns vorwärts und dann dürfen wir in so ein hängendes Bähnchen einsteigen. Das ist eine Einschienenhängebahn und der geneigte Leser hat vielleicht schon einmal den Begriff „Dieselkatze“ gehört. Die Schienen hängen von der Decke, sind nur lose aneinander gekoppelt, und das rappelt in einem fort und macht einen Riesenlärm. Solcherart bewegen wir uns mal vor- und mal rückwärts, und tauchen immer tiefer in den Stollen ein. Mal rechts, mal links ist das endlose Transportband. Vorbei an zig Maschinen und Anlagen. Hier lasse ich mir später von unserem Steiger nochmal einiges erzählen: Wasserglasspeicher (ein Betonzugabemittel), Hochdruckanlagen für den Maschinenbetrieb, Luftkühlaggregate, Trafos und was weiß ich noch für technisches Gerät lassen wir hinter uns. So ein Versorgungsstollen wird noch vor dem ersten Flözabbau ein paar Jahre voran getrieben und hier beeindruckt mich als zahlentechnisch Versiertem die ungeheure Menge an Investitionen, die hier geflossen sein muss. Nicht nur die Maschinen sondern auch der eisenbewehrte Ausbau des Stollens muss Unsummen verschlingen, ganz zu schweigen vom Unterhalt der Anlage!
Mangels Uhr habe ich kein Gefühl für die Zeit. Irgendwann halten wir an und steigen eine ordentliche Anhöhe hinauf. Lampenakku und Atemmaske wiegen einiges, dazu die Schuhe und Schienbeinschoner. Wieder vorbei an allerlei Gerätschaften, Rohren, Kabeln, Ketten. Da, der Steiger richtet die Helmlampe nach rechts unten: ein Mäuschen! Mit einem gut handtellergroßen Stück Brot! Die Kumpel hier kümmern sich wohl gut um ihre Haustiere.

Und dann sind wir auf einmal am Flöz. Was jetzt kommt, damit habe ich nicht so recht gerechnet: wir kriechen an einer Menge Kabel, Eisen, Bewehrung vorbei und sind dann auf einmal direkt gegenüber von der Steinkohle. Schwarz und glänzend sehe ich die Wand vor mir, geschätzte drei bis vier Meter. Dazwischen hockt ein Ungetüm von Maschine. Und sie kommt mir doch irgendwie bekannt vor. Tatsächlich habe ich so ein Teil schon mal im Bergbaumuseum Bochum gesehen: es ist ein Walzenschrämlader. Doch jetzt kommt’s: nach einem Warnton setzen sich diese zig Tonnen Technik in Bewegung. Unter einem Wasser-Luft-Nebel wird vor meinen Augen Steinkohle abgebaut. Einfach Wahnsinn: ich erlebe hier ein starkes Stück deutscher Wirtschaft, möglich gemacht mit internationalen Kumpeln, die wir immer wieder treffen und die natürlich auch hier über “ihre” Zechentouris wachen.

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1,5 Megawatt suchen sich ihren Weg vor und zurück, durch die 350 Millionen Jahre alte Steinkohle. Jetzt bin ich ja auch Ingenieur und das ist einfach nur beeindruckend. Wir dürfen hier wirklich lange zuschauen, mehrere Arbeitsgänge fräst sich das Technikwunder in die Kohle.

Der Weg zurück

Irgendwann müssen wir uns aber doch losreißen, es geht zurück. Noch einen schnellen Blick in einen Abzweig, der bereits abgearbeitet ist und freigeräumt in sich zusammensackt. Meine ich das nur oder hat es eben hörbar geknackt? Der Berg arbeitet.

Auf dem Weg zurück wird uns ein Becher Wasser gereicht und wir dürfen auch mal an der Kühlanlage den Finger dranhalten. Dann Einsteigen in die Dieselkatze und langsam tuckern wir zurück. Wieder bin ich beeindruckt vom Weg, den wir zurücklegen, vom Ausbau, vom schier endlos langen Förderband. Diesmal ist auch Abbaumaterial auf dem Förderband. Und da, was ist das? Ein Licht taucht auf dem Förderband auf, und da hängt ein Bergmann dran! Noch einer, und noch einer. Nach und nach kommen um die sieben, acht Bergleute auf dem Förderband liegend an uns vorbeigesaust. Und das ist tatsächlich auch der normale Weg für die meisten Mitarbeiter – die Dieselkatze ist nur für die Zechentouris!

Dann steigen wir auch schon wieder aus. Wir warten eine Weile in einem abgetrennten Bereich, einer Art Wand, die extra für die durchschwitzten Bergleute eingebaut wurde. So müssen sie nicht im kalten Wetter stehen, wenn sie auf die nächste Seilfahrt warten.

Wir steigen in den Förderkorb ein und hui geht es wieder aufwärts. Der Luftzug scheint es noch schneller als bei der Einfahrt zu machen.1-Gruppe nachher

Oben angekommen, entledigen wir uns nach und nach unseres Equipments. Jetzt warten tatsächlich noch leckere Brötchen auf uns. Die ein oder andere spannende Diskussion lässt das Event locker ausklingen. Wer weiß schon etwas über die hohen Kosten für die Denkmalerhaltung – alleine zehntausende Euro für einen denkmalgeeigneten Anstrich so eines Förderturms!

Wer mag kann sich noch den Kohlenstaub abduschen und dann heißt es Abschied nehmen. Fünfeinhalb Stunden sind vergangen, so hat es sich definitiv nicht angefühlt.6-IMG_0587
Verbleibt mir nur ein herzliches Dankeschön an Michael, die RAG Montan Immobilien, an die RAG Steinkohle, die Extraschicht und die Kumpel, die uns über und unter Tage begleitet haben. Wenn Ihr auch nur eine Chance auf so eine Grubenfahrt habt: unbedingt nutzen!

Glück auf!

Final möchte ich Euch das Lesen des Blogbeitrags zum identischen Event aus der Feder von Michael (unten rechts im Bild) ans Herz legen. Den werde ich jetzt erst einmal selbst noch Lesen, nachdem ich mir extra vorgenommen hatte, meinen Text vorher komplett und zu Ende zu schreiben. Und so sind beide Texte tatsächlich völlig unabhängig voneinander entstanden. Viel Spaß!1-Marx Giessner

2. Mülheimer Schiffsweihnacht – Weihnachten Ahoi!


Zum zweiten Mal hat sich Mülheim an der Ruhr seiner “Stadt am Fluss”-Qualitäten angenommen und einen kleinen, aber feinen Weihnachtsmarkt am Ruhrufer platziert. Noch einmal am morgigen ersten Advents-Sonntag (1.12.2013) finden sich viele kleine Stände an der Schleuseninsel zwischen Wasserbahnhof und Haus Ruhrnatur.02-P1090146

Das Besondere und namensgebende Element der Mülheimer Schiffsweihnacht: auf einigen Fahrgastschiffen wurden Standplätze auf mehreren Etagen eingerichtet, um die Angebot nicht nur in Büdchen präsentieren zu können.

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Es finden sich zu Wasser und an Land vor allem viele (kunst-)handwerkliche und lokale Artikel, was diesen Weihnachtsmarkt auch inhaltlich zu etwas ganz Einzigartigem werden lässt. Wir haben nicht nur Pralinen, Käse oder Kerzen gesehen, sondern auch ganz viele liebevolle Einzelstücke z.B. Schmuck, Kleidung und Geschenkideen. Natürlich gibt es auch zu Essen und zu Trinken, und musikalische Live-Unterhaltung haben wir auch ertragen ;-)17-P109018518-P1090188

Im Gedächtnis blieben mir z.B. der Stand der lieben Frau @Filzflausch, die wir auch von Twitter kennen, ein Schiffs-Stand mit vielen, vielen Büchern aus dem Ruhrgebiet (ich wußte nicht, dass es so viele gibt!), ein Schiffs-Stand mit kreativen Hüllen für Streichhölzer, ein Schiffs-Stand mit – besonders witzig: Badeschokolade! – und nicht zuletzt der Stand vom hiesigen Ruhrgebietsladen mit allerlei hiesigen Artikeln aus Mülheim und dem gesamten Ruhrgebiet (bei Twitter: @DHLOG).03-P109015004-P109015213-P109017714-P109018015-P1090183

Das Haus Ruhrnatur hat während der Schiffsweihnacht kostenfrei geöffnet und bietet neben dem Museums-Café (u.a. Flammkuchen) ein kleine Quizrunde mit Geschenk für die Kleinen, einem Imkerstand sowie eine Kräuterfrau im 2. OG. Hier kann man z.B. ein eigenes Traumsäckchen mit persönlichen Kräutervorlieben befüllen, eine tolle Sache! Und ich habe mit Wohlwollen festgestellt, dass ganz viele (i.d.R. wohl atypische) Besucher jenseits des Kinderalters sich im Haus Ruhrnatur sehr gut unterhalten und z.B. am Wassermodell im 1. OG wohl auch amüsiert haben. :-)06-P109015707-P109015809-P109016410-P1090167

Eintritt ist frei, also schaut doch einfach mal rein.

Parken kann man direkt auf der Schleuseninsel oder z.B. am Parkplatz Delle mit wenigen Minuten Fußweg.

Details: Stadt Mülheim an der Ruhr

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Eine Woche DJH Resort: Jugendherbergs-Familienurlaub mal ganz ohne Jugendherberge!


Wer uns ein bißchen kennt, weiß von unseren Jugendherbergsurlauben – den Sommer- oder Herbsturlaub verbringen wir eigentlich immer da. Den Sommerurlaub 2013 nutzten wir mal für eine ganz, ganz andere Jugendherberge – und haben es nicht bereut!

2012 erfuhren wir über Twitter von einer ganzen neuen Art Jugendherberge, die im Frühjahr 2013 ihre Tore öffnen sollte: ein Resort wurde da erwähnt, eine Club-Jugendherberge auf dem Gelände einer ehemaligen Kurklinik. Das klang – ergänzt um die Details auf der resorteigenen Webseite – so spannend und interessant, dass wir im September 2012 (mit ein bißchen Twitter-Hilfe) unseren Urlaub für das Ende der NRW-Sommerferien 2013 in Neuharlingersiel buchten.

Während die haus- und resorteigenen Facebook- und Twitter-Accounts nun schon immer mal höchst interessante Dinge posteten, kam unser Urlaub langsam aber stetig näher. Und wie er sich dann gestaltet und angefühlt hat – das soll in diesem Blogpost ein kleiner Tageskalender zeigen. Los geht’s mit dem Anreisetag. Viel Spaß beim Lesen!

Es ist Freitag, der 23.8. – wir fallen ein.

Gegen 16:30 biegen wir auf dem recht großen Parkplatz ein und finden schnell ein uns genehmes Plätzchen. An der Rezeption ist vor uns gerade eine Familie mit Check-In dran, ein paar Punkte bekommen wir also schon mit. Beispielsweise wird es am Samstagmorgen eine kleine Veranstaltung mit Infos rund um Angebote hier vor Ort geben.

Und dann gibt es für die Nächsten in der Reihe – das sind wir – einiges an Unterlagen und Zeugs: wir erhalten je Erwachsenem und für das große Kind eine Chipkarte für die Zimmertür. Dann einen Lageplan vom Gelände, einen Anmeldebogen für die Kinder und einen passenden Notizzettel für die Anmeldeplanung. Da Neuharlingersiel ein Kurort ist, gibt es auch noch Kurtaxenkarten für jeden und zum Schluß eine Parkkarte für das Auto. Mit der Parkkarte, in die wir unser KFZ-Kennzeichen eintragen, bekommt man vereinzelt vergünstigte Parktarife. Leider vergisst man, uns die Handhabung der Türöffnerkarten zu erklären (wir kommen auch ohne klar, aber ob das auch für die ältere Generation des Zielpublikums gilt?) und auch von dem oben erwähnten Termin zwecks Infos wissen wir nur, weil die Vorgäste-Begüßung belauscht haben.025-IMG_3662

Unser Zimmer ist nun wirklich nett: neben dem gewünschten Balkon (bitte achtet bei der Buchung darauf, es gibt nämlich auch Zimmer ohne Balkon, die sind dann auch etwas kleiner) gibt es einen separaten Raum für die Kinder mit Doppelstockbett, einen Raum für die Eltern (zwei zusammengeschobene Betten) und ein Badezimmer mit WC und Dusche. Die Zimmer haben auch Verdunkelungsvorhänge, ein Umstand, den wir bei vielen Jugendherbergen insbesondere vermissten, als unsere Kinder noch kleiner waren. Im Flur ist noch ein großer Schrank, während in den Zimmern jeweils ein Tisch und zwei Stühle stehen.

Auf dem Zimmer steht bereits eine Flasche Vio (!) und zwei Gläser, die Betten sind auch alle bezogen. Letzteres haben wir bisher auch eher selten gesehen. Im Badezimmer sind je vier Hand- und Duschtücher vorhanden, in der Dusche und am Waschbecken finden sich Spender für Cremeseife und Duschbad. Einen Fön finden wir nicht, aber unseren Reisefön haben wir immer dabei.002-IMG_3610 004-IMG_3612 005-IMG_3613 006-IMG_3614 007-IMG_3615 008-IMG_3616

Wir verstauen die Sachen grob und machen unsere erste Runde über die Anlage. Um 18 Uhr gibt es Abendessen. Hier erwartet uns von nun ab regelmäßig ein Buffet. Überraschend ist, dass die Tische nicht nur bereits eingedeckt sind, sondern auch von Personal abgeräumt werden. Das Buffet hat i.d.R. mehrere warme Speisen und Beilagen zur Auswahl, für die Kinder gibt es meist noch ein bis zwei extra Auswahlmöglichkeiten. Eine Salatbar mit mehreren Dressings und verschiedenen Öl-/Essigfläschchen gibt es immer. Als Getränke kann man selbst am Zapfhahn aus verschiedenen Softdrinks und Sprudelwasser wählen. Hier hätten wir uns standardmäßig auch mal ein nichtgekühltes Wasser ohne Kohlensäure gewünscht, nicht jeder möchte für sich und/oder seine Kinder stets auf gekühlte Softdrinks/Sprudelwasser zurückgreifen. Vielleicht einfach ein paar Karaffen Wasser dazustellen? Je nachdem wo man sitzt, sind auch die Abstände zwischen den Tischen etwas eng. Das haben wir beim ersten Abend noch nicht so ganz raus, aber dann die nächste Mal im Griff ;-)

Samstag, der 24.8.

Am Samstag geht’s nach dem Aufwachen gen Frühstück. Zwar plätscherte die ganze Nacht der kleinen Brunnen im Innenhof, aber da gewöhnt man sich dran.001-IMG_3608 Auch beim Frühstück gibt’s die bekannte Möglichkeit der Softdrinkzapferei, dazu mehrere Säfte. Kaffee steht in Thermoskannen vorbereitet zur Mitnahme an die Tische bereit. Tee kann man sich stets selbst zu bereiten, eine reiche Auswahl ist vorhanden. Das reichhaltige Buffet aus Wurst und Käse wird immer wieder nachgelegt, dazu gibt’s verschiedene Brötchen, Toast, Brot, Rührei und gekochte Eier. Besonders gut gefällt uns und den Kindern die Spenderlösung für Honig, Marmeladen und Nussnugatcreme, deren Inhalt auf kleine, spülbare Glasschälchen trifft. 071-IMG_3741

Um 10 Uhr beginnt die Einführungsveranstaltung im Teehaus Kluntje (die auch einmal in der Woche noch wiederholt wird). Warum da Musik im Hintergrund weiterlaufen muss, versteht wohl nur das Personal, das war schon störend. Besser ist dann wieder, dass sich alle vorstellen und einen Anriss der Programmmöglichkeiten geben. Danach wird direkt die Anmeldung der Kinder durchgeführt: die Lütten brauchen nämlich ein gelbes “Ich darf immer alleine raus”-Bändchen oder das blaue “Ich muss abgeholt werden”-Pendant. Vorausgesetzt natürlich, die Kids sollen/wollen in den nächsten Tag was im reichhaltigen Angebot wahrnehmen!

Da wir bis zum Mittagessen noch etwas Zeit haben, ein kleiner Überblick über das Gelände. Hier warten neben dem Kinderhaus drei Spielplatzecken auf die Kleineren. 011-IMG_3625015-IMG_3644094-P1070440Für sportliche Betätigung gibt es diverse Sportplätze, eine Bogenschießwand, Outdoor-Tischtennisplatten, einen Slackline-Parcour und im Inneren eines der Häuser finden sich ein Megakicker, Billard und nochmal Tischtennisplatten. 101-P1070458102-P1070459103-P1070460099-P1070454104-P1070461105-P1070462026-IMG_3663027-IMG_3664019-P1070102

Ein Bootshaus mit Bootsverleih und Steg in unmittelbarer Nähe wird auch von einem regionalen Partner für Standup-Paddling genutzt, vis-à-vis gibt es einen Fahrradverleih. Fitnessgeräte und Massageangebote gibt es auch noch. Ein Märchenhaus hatte bei unserem Aufenthalt zu. Die School of Rock und das Wattlabor bieten Programme an, auch einen Grillplatz haben wir gesehen und im Programm wiedergefunden. Das Teehaus Kluntje kennt Ihr ja schon. Auf dem zentralen “Marktplatz” ist neben diversen Sitzgelegenheiten ein Boule/Bosselplatz anbei. Am Haupteingang finden sich Restaurant, Rezeption (ein paar Bollerwagen stehen dort) und Shop.122-P1070489117-P1070482124-P1070492

Im Shop bekommt man nicht nur eine große Auswahl an Postkarten oder Lesematerial, sondern auch diverse Plüschtiere und Stehrumchen, Knabbereien und Flaschengetränke, dazu auch Buddelzubehör für den Strand und – ganz wichtig – das kostenfreie WiFi-Passwort! Ebenso bucht man im Shop Inhousetermine und einige Partnerangebote, wie z.B. Massagen und Ausflüge. Gerne auch mit EC-Karte!134-IMG_3815135-IMG_3816

Beim Mittagsbuffet warten wieder Salatbar und mehrere warme Speisen und Beilagen auf uns. Lecker!

Nachmittags machen wir uns mal auf gen Strand. Zu Fuß. Leider ist das keine schöne Strecke, da wir uns den Weg mit beidseitig verkehrenden Radfahrern und Fußgängern teilen. So müssen wir im Gänsemarsch die etwa anderthalb Kilometer bewältigen, die lauten Autos daneben sind auch nervig. Auf halber Strecke treffen wir auf einen großen, neuen Supermarkt, der (zumindest in der Saison) auch Sonntagsöffnung anbietet. Am Strand angekommen, gibt es eine Enttäuschung: direkt am Wasser ist nur alles gepflastert, immerhin gibt es aber den erhofften Sandstrand ein Stückchen weg vom Ufer. Auch gibt es offensichtlich viele Sportmöglichkeiten, ein großer Spielplatz wartet gegenüber der Touristinfo Neuharlingersiel hinterm Deich.022-P1070109023-P1070124

Zurück im Resort gehen wir nach dem Abendessen noch eine Runde ins Seecafe. Das hat immer bis 22 Uhr auf, und hier gibt’s neben vielen Kaffeespezialitäten, Bier und Wein auch frische Cocktails, auch alkoholfrei für die Kids! Beeindruckend ist auch eine Whisky-Auswahl, die ich gerade in einer Jugendherberge nicht erwartete. Die Bezahlung erfolgt bar oder gegen Unterschrift mit Zimmernachweis und landet nachher auf der Rechnung. Das Seecafe hat neben den Plätzen drinnen auch weitere Sitzplätze auf der Terrasse, dazu eine extra Kinderecke für die Kleinsten. Eine Wickelecke findet sich in unmittelbarer Nähe. Das mit der Öffnungszeit bis 22 Uhr ist übrigens gut, dann wird’s nämlich auch ruhig im Resort. Wer noch länger was machen will, kommt mit seiner Zimmerkarte natürlich später auch noch ins Resort rein, muss sich aber auswärts was suchen.107-P1070466108-P1070471113-P1070477114-P1070479106-P1070463109-P1070472111-P1070474069-IMG_3737112-P1070475

Im Seecafe gibt’s übrigens auch eine Softdrink-Zapfecke. Da kann man sich dann tagsüber außerhalb der Mahlzeiten mit Kalt-Getränken versorgen. All-Inclusive-Heißgetränke gibt’s an der Theke.115-IMG_3771

Sonntag, 25.8.

Der Sonntag beginnt mit einem unbestrittenen Eltern-Highlight: Kurz nach Acht werden die Kids an der Zimmertür vom Resort-Team zum Frühstück abgeholt. Und sind dann eigentlich den ganzen Tag im Resort mit Betreuung unterwegs! Vorher ist eine Anmeldung notwendig, aber das hatten wir am gestrigen Samstag mit erledigt ;-)

Um Neun gehen wir Eltern zum Frühstück. Danach verbringen wir Eltern dank des guten Wetters fast den ganzen Tag im Strandkorb auf dem Marktplatz, oder gucken mal bei den Schmetterlingen um die Ecke vorbei. Die Kids und Mama haben sich übrigens eine Massage ausgesucht, die wird dann am späten Vormittag mal eingeschoben und kommt super an.034-P1070200035-P1070201

Die Kinder werden derweil altersabhängig bespaßt: Eine Piratenaktion bei den Kleineren (Lütten), mit Schminken, Basteln und Schatzsuche. Die Steppkes und Grooden sind zusammen in einer T-Shirt-Malaktion zugange. Auf Wunsch gehen die Kinder auch mit der Gruppe zum Mittagessen und in den Nachmittag bis 17 Uhr. Abends hat der große Ricy Como einen Zauberauftritt für die Kids, das ist schon recht niedlich.037-P1070214

Wir beobachten auch heute, wie gut das Team für seine Gäste sorgt. Da wird ein Tisch für einen Hochzeitstag eingedeckt (heute ist übrigens “italienischer Themenabend), oder auch mal ein verlorengeganger Steppke entgegengenommen und mit einem Pflaster für das Wehwehchen versorgt.030-IMG_3676016-IMG_3650

Montag, 26.8.

Heute geht’s nach Spiekeroog. Im Resort-Shop haben wir uns am Abend vorher für das Lunchpaket statt Mittagessen angemeldet. Im Shop bekommt man dann am Morgen Getränkepacks und Müsliriegel, vom Frühstück kann man sich Brötchen belegen, Eier und Obst in Tütchen dazu packen.

Und die normalen Standard-Schiffahrten nach Spiekeroog hätten wir ja auch im Resort-Shop buchen können (dann fällt die Kurtaxe weg). Aber wir wollten die Seehunde besuchen! Die Karten für die Tour über die Seehundsbänke gibt’s direkt am Hafen. Es empfiehlt sich, sich dort rechtzeitig einzufinden, weil bei gutem Wetter natürlich alle an Deck wollen. Wir hatten Glück und nicht nur einen Platz an Deck ergattert, sondern haben sogar eine von einem erfahrenen Wattführer “geführte” Tour erwischt. Dann wird während der Fahrt viel zu den Seehunden und der Umgebung erzählt, sehr zu empfehlen! Etwa, dass die Seehunde im Jahresverlauf wohl erst ab Juni zu sehen sind. Für das Seehundgetiert lohnt es sich definitiv auch, das Teleobjektiv einzustecken.047-P1070312061-P1070353062-IMG_3722063-IMG_3724064-IMG_3725068-IMG_3733

Die Zeit auf Spiekeroog war mit den vor Ort verfügbaren 3 Stunden dann doch ein bißchen knapp, da unsere Kids auch mal ins Wasser wollten. Der Sandstrand geht hier aber auch direkt bis ans Wasser, toll!065-IMG_3726066-IMG_3729

Dienstag, 27.8.

Die Kinder gönnen sich heute “Prinzessinnenbasteln” und “Gesund ernähren”. Wir frönen derweil im Strandkorb der Leselust, während die Kinder später dann Filzen und Freundschaftsbändchen basteln. Am Dienstag ist nochmal Kinderanmeldung für die nächsten Aktionen.091-P1070429

Im Innenhof erfreuen sich die Kinder täglich an den vielen Schmetterlingen. So viele in freier Wildbahn habe ich noch nie gesehen.017-P1070079080-IMG_3758087-P1070424

Abends holen wir uns im Seecafe noch einen Cocktail und trinken einen Balvenie aus der reichhaltigen Whiskyauswahl.028-IMG_3669029-IMG_3671

Was mir persönlich auch gut gefallen hat: man scheint bei der Einrichtung auf Energiesparen geachtet zu haben. Ich habe drinnen und draußen einige LED-Beleuchtung gefunden!097-P1070451081-P1070387

Mittwoch, 28.8.

Heute ist dann mal der Papa mit einer Rückenmassage dran. Mama und die Jüngste sind derweil auf einer Spülsaumtour und die Älteste besucht ein Wellnessprogramm für Kinder.083-IMG_3763

Während die Kinder dann anschließend im Watthuss betreut werden, machen wir Eltern uns auf eine Nordic Walking Tour durch Neuharlingersiel. Die Tour ist Klasse, wird uns doch nebenher eine Führung zuteil! Es geht übern Deich Richtung Hafen, zwischen den Schafen durch, es wird reingeguckt in das Museum der Schiffsrettung und das süße kleine Buddelschiffmuseum, das selbst kaum größer ist als ein Buddelschiff. Am Hafen erfahren wir vom ältesten Haus im Ort und warum das Haus daneben ein Schwimmdach eingebaut bekam. Weiter geht’s mit Infos zu Sturmfluten und Schutzmaßnahmen, zur Walknochenbrücke am Sielhof und -kapelle und zum Schluß noch an einer nun als Teestube fungierenden Windmühle vorbei wieder gen DJH Resort.

Der Abend klingt mit (teils alkoholfreien) Cocktails für alle vier im Seecafe aus und wir schreiben nun auch mal ein paar Postkarten, die in reichhaltiger Auswahl im Shop erhältlich sind.

Ach so: heute war Veggie-Day. Frühstück, Mittag- und Abendessen sind fleisch- und wurstfrei. Wir haben’s überlebt, das kennen wir schon von anderen Jugendherbergen wie Bremen.079-IMG_3756

Donnerstag, 29.8.

Am Donnerstag brechen Frau und älteste Tochter zum Nordic Walking auf. Wir alle besuchen nach dem Frühstück dann den Neuharlingersieler Hafen und ein paar der lokalen Highlights, die wir gestern teilweise ja schon beschnuppert haben. Dazu gehören ohne Zweifel die Eisdiele mit den 50 (!) Sorten Eis. Wir gucken nochmal beim Haus mit dem Schwimmdach vorbei und diesmal auch was länger in das Buddelschiffmuseum rein. Die Schwalben hinter der Touristeninfo benötigen unsere volle Aufmerksamkeit und dann auf dem Weg zur Walknochenbrücke (die Kids kennen das ja alles noch nicht) gucken wir auch noch in den tollen Souvenirladen am Pumpwerk rein.136-P1070565

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Nachmittags machen wir eine kleine Tour mit dem Kanu ab Steg DJH Resort: einmal bis zur Windmühle und wieder zurück bis nach Neuharlingersiel rein. Auf dem Rückweg klauen wir uns ein paar leckere Äpfel von einem im Wasser stehenden Apfelbaum und legen nach knapp zwei Stunden wieder an.095-IMG_3765096-P1070450098-P1070453020-P1070103

Abends erwartet uns ein ostfriesisches Buffet – mit original Schifferklavierbegleitung.116-P1070481131-IMG_3796132-IMG_3798

Freitag, 30.8.

Das war’s! Wir reisen ab. Am Empfang begleichen wir die Rechnung, inclusive der (Sonder-)Getränke aus dem Seecafe.

Es hat uns allen supergut gefallen. Das durchgängig tolle Wetter tat ein Übriges dazu, bei all den Programmpunkten wird der eine oder andere schlechte Tag aber sicher kein Problem für Kind und Kegel darstellen. Wir können uns gut vorstellen, noch einmal wieder hierhin zu kommen!

Noch einmal herzlichen Dank an das ganze Team!

Mehr Details und Preise gibt es direkt auf der Website vom DJH Resort.

Ach ja: die Betten müssen übrigens nicht abgezogen werden (wir machen’s trotzdem).

Hier noch ein paar Eindrücke vom Resort, die ich so nirgends untergebracht habe, aber trotzdem zeigen möchte:  009-IMG_3618 012-IMG_3626 013-IMG_3637 036-IMG_3698 038-IMG_3707 075-IMG_3744 076-IMG_3747 086-P1070423 088-P1070425 090-P1070428 092-P1070433 093-P1070436 100-P1070455 110-P1070473 119-P1070485 120-P1070487 121-P1070488

Halloween-Kürbis mal anders


Ich freu mich ja immer jedes Jahr auf Halloween. Mittlerweile habe ich auch den Dreh raus und kann denke ich mal ganz gut Kürbisse schnitzen. Dieses Jahr ist es nun ein lokales Ruhrgebiets-Motiv geworden: Zeche Zollverein.

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