Archiv der Kategorie: Ruhrtopcard

Henrichshütte Hattingen – auf den Spuren einer blauen Ratte

Gestern haben wir die Ruhrtopcard im LWL Industriemuseum der Henrichshütte Hattingen eingesetzt. Im Einsatz inklusive ist die Rattenrunde, eine speziell für Kinder angebotenen Tour durch das Gelände mit vielen, vielen kindgerechten Erklärungen.

Während die Kids also viel zu Koks, Eisenerz und Retterstein (“rettet das Eisen aus dem Eisenerz”, gemeint ist Kalkstein) lernen, tippeln die Eltern brav hinterdrein. Liebevoll wird auf Kinderfragen eingegangen und es muss auch nicht jedweder Ort der Hütte erklommen werden. Immer (unsichtbar) dabei ist natürlich die der Tour ihren Namen gebende blaue Ratte der Henrichshütte, die dazumal den Hüttenarbeitern immer die belegten Brote geklaut und aufgefuttert hat.

Die Rattenrunde wird immer sonntags angeboten und startet 14:30 direkt am Eingang. Nach der Tour gibt es im hinteren Bereich des Hüttengeländes noch einen großzügigen Spielplatz. Wer die angebotene Führung nicht schafft, kann auch individuell den eigenen Weg der Ratte mit vielen tollen Hinweisen auf Kinderniveau ablaufen. An der Kasse ist hierzu ein Plan erhältlich.

Meine Wertung für die Rattenrunde: 3 von 3 Schachtzeichen

Details: offizielle Website

Mit der Ruhrtopcard ins Naturkundemuseum: Dortmund, Dinos, Dunkelkammer

Auf der Durchreise in den Herbstferien NRW sind wir vor ein paar Tagen dank der Ruhrtopcard im Museum für Naturkunde Dortmund hängen geblieben.

Im Foyer wird man von zwei lebensgroßen Gummi-Dinosauriern begrüßt, die wohl aus der Zeit stammen, als jedes Museum sowas haben musste :-) Auf zwei Etagen bekommt die geneigte Besucherfamilie daneben einen Blick auf  Lebend-Terrarien mit Tausendfüssern, Schaben, Vogelspinne, aber auch Frosch und Gecko. Auch mancherlei verstorbenes Getier tummelt sich in Schaukästen, so finden sich neben vielerlei Froschgebein ein ordentlich großes Thunfischskelett. Wenn man den Fisch nur als Steak oder aus der Dose kennt, ist das doch mal ein interessanter Einblick. Es gibt eine sehr ausführliche Sammlung aus der Zeit, die wir nur noch über versteinerte Fossilien kennen, so auch ein paar schöne Bernsteinexemplare mit Einschluss oder – klar – Dinofuß- und Dinoeierabdrücke.

Richtig interessant ist aber die Mineraliensammlung. Da gibt es Nachbildungen von Diamanten, natürliche und künstliche Kristalle und eine ordentliche Sammlung von Meteoriten! Absolutes und mir bisher noch nirgends untergekommenes Highlight ist jedoch die UV-beleuchtete “Dunkelkammer”, das sogenannte Fluoreszenzkabinett. Wenn Kristalle und Einschlüsse schon bei normalen Licht beeindruckend sind, so werden bestimmte Exemplare unter Schwarzlicht zu spektakulären Hinguckern! Wow! In der Galerie am Ende des Artikels gibt es auch davon ein paar Fotos.

Gegen 30Ct. gibt es an der Museumskasse einen Fragebogen für eine Museums-Kinderrallye mit Abschlussüberraschung (kleine Halbedelsteinchen, die sich die Kinder bei richtiger Beantwortung des gesuchten Begriffes selbst aussuchen können).

Vorbildlich sind die Aktionen, aktuell gibt es am 19.11.2011 sogar eine Übernachtungsmöglichkeit für Kinder “unter den Dinosauriern” – nachts im Museum!

Auf Wunsch kann man die museumseigene Edelsteinschleiferei an bestimmten Tagen besuchen (gegen Aufpreis). Das Außengelände lädt mit einem kleinen Park an schönen Tagen noch zum Bummeln ein. Wer entdeckt Nessie?

Übersichtliche Eintrittspreise, kurzweiliges Ausstellungsgut, vielfältige Aktionen und liebevolle Ideen: dafür gebe ich gerne drei von drei möglichen Schachtzeichen

Details:

  • Website
  • Eintrittspreis Erwachsene: 4 EUR
  • Fotos sind für privaten, nichtgewerblichen Gebrauch erlaubt

Wieder mal die Ruhrtopcard eingesetzt. Heute: Deutsches Bergbaumuseum Bochum.

Heute die Ruhrtopcard im nach eigenen Angaben bedeutendsten Bergbaumuseum der Welt eingesetzt. Aktuell läuft noch die Ausstellung “Schätze der Anden”, die über die Kupferminen in Chile berichtet, aber auch die nach dem Vorbild der Dahlbuschbombe konstruierte Hilfsröhre für die Rettung der 33 Chilenen vor knapp einem Jahr zeigt. Ebenso sind einige Mumien zu sehen (Highlight!). Für die Sonderausstellung und den Rundgang unter Tage, Besichtigung des Förderturms und den größten Teil der Dauerausstellung waren wir ca. 2,5 Stunden unterwegs. Am Beeindruckendsten für mich: die aktuellen Anlagen zum Abbau der Kohle. Fernsteuerbare Anlagen, die jederzeit Star Wars oder Alien-Filmen entsprungen sein könnten…

Für Kinder gibt’s eine kleine Fragenrallye, den Bogen an der Info nicht vergessen!

Meine Schnellwertung: drei Schachtzeichen

Achtung: Besucher können das Parkhaus der Polizei mitbenutzen. Einmal um das Gebäude und unter der Überführung durchfahren. Parkplätze könnten besser ausgeschildert sein…

 

Planetarium Bochum: Lars der Eisbär (Kindervorstellung)

Das Planetarium in Bochum wechselt stetig sein Programm und bedenkt viele verschiedene Alters- und Interessensgruppen. So sind gerade für Familien mit Kindern Vorstellungen im Programm, die auch noch innerhalb der Zielgruppe Kind variieren. So habe ich heute mit unseren zwei Kids (3 3/4 und 8 1/2) die Vorstellung “Lars – der kleine Eisbär” besucht.

Die Vorstellung ist im Programm noch ganz neu, gerade drei Tage alt. Erzählt wird im Comic-Stil die Geschichte von Lars, der seinen Freunden bei der Flucht vor einem Walfänger hilft, was zu ungeahnten Komplikationen führt. Dabei ist die Lars-Geschichte geschickt der Mittelpunkt einer ca. 50-minütigen Gesamtstory, die die Besucher zunächst mit den Sternbildern Großer und Kleiner Bär bekannt macht, um vor und nach der Lars-Geschichte auch weitere großartige Bilder der natürlichen Umgebung der Eisbären in brillanter 360-Grad-Projektion zu zeigen. Auch für Erwachsene ist der Flug durch die Eisberge und das dichte Schneetreiben ein Aha-Erlebnis, die Lars-Geschichte selbst ist recht ruhig und gerade aufregend genug, um kleinere Kinder der Story gut folgen zu lassen und die Herausforderung nicht zu lang zu gestalten.

Kleinere Kinder sollten dabei auf dem Schoß sitzen/liegen, da die Sitze sonst schnell mal aus der Liegepositionen nach vorne klappen :-) . Auch sind Plätze etwas weiter weg vom Projektor (rechts oder links, wenn man in Flucht zum Eingang sitzt) besser, da sonst der Projektor selbst etwas Bildfläche verdeckt.

Es empfiehlt sich, die Kinder vor der Vorstellung noch einmal auf Toilette zu schicken, denn während der Vorstellung kann man zwar raus, aber nicht wieder rein – die an die Dunkelheit gewöhnten Augen können bei der Rückkehr nicht schnell genug wieder angepasst werden und die Crew möchte vermeiden, dass man über die im Raum befindlichen Treppen und Kanten stolpert und seinen Platz nicht wiederfindet.

Ein guter ÖPNV-Anschluss ist vorhanden, man muss allerdings wissen, dass man vom HBF Bochum nicht Richtung Dahlhausen, sondern Richtung Gehrte fahren muss (dann ist es z.B. mit der 318 gleich die nächste Haltestelle).

Preislich ist es nicht ganz günstig, aber in der Ruhrtopcard ist ein einmaliger Eintritt inklusive (auch für die Kinder, die noch zu jung für die Ruhrtopcard sind und keine eigene haben), sonst sind z.B. auch Familienkarten erhältlich.

Die Lars-Vorstellung ist sicherlich momentan am untersten Ende der Altersskala angesiedelt, es empfiehlt sich ein Blick ins Programm des Planetariums, wo Altersempfehlungen bei den Kindervorstellungen Bestandteil sind. Generell ist es aber ein schöner Weg, Kinder auch an die Welt der Sterne und Planeten heranzuführen und das Interesse daran zu wecken.

Preise:  (2 von 3 Schachtzeichen)

Erreichbarkeit: (3 von 3 Schachtzeichen)

Kindereignung: (3 von 3 Schachtzeichen, je nach Vorstellung)

Gesamtwertung:  (3 von 3 Schachtzeichen)

Hinweis zur Wertung: ich vergebe 1-3 Schachtzeichen nach subjektiver Einschätzung. Je mehr Schachtzeichen umso besser.