Westfälische Freilichtbühne Freudenberg: Der Zauberer von Oz

Zum zweiten Mal haben wir die Freilichtbühne Freudenberg besucht, dieses Jahr war “Der Zauberer von Oz” dran. Vom nicht ganz optimal ausgesteuerten Ton (die Darsteller waren manchmal recht leise) abgesehen, war es wieder eine sehr liebevolle Inszenierung und ich freu mich schon auf “Peter Pan” in 2012!

Sylt mal nicht mondän: ein paar Eindrücke

Waren neulich eine Woche auf Sylt. Wie immer fiel unsere Wahl auf eine Jugendherberge, da die Kinder hier leicht Anschluss finden und die Jugendherbergen mittlerweile ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis haben. Leider ist die JH Mövenberg hier weniger auf Familien ausgerichtet, die kann ich also nicht uneingeschränkt empfehlen. Das Essen war offensichtlich mit ziemlich wenig Liebe zusammengestellt, es gab wenig Abwechslung und auch die Aufenthaltsräumlichkeiten verdienten diesen Namen nicht. Was wir aus den rheinland-pfälzischen JHs oder bspw. der JH Bremen gewohnt sind, wie Bistro oder gemütliche Sitzecken: leider Fehlanzeige. Immerhin ist die Lage nett, direkt in den Dünen und morgens und abens haben die Schafe direkt unterm Fenster geblökt. Bis zum bewachten Jugendstrand (wo man keinen Strandkorb mieten muss, um eine Strandmuschel aufstellen zu können) sind es zu Fuß ca. 20 min. Per Auto geht auch, dann werden vor Ort 2,50 EUR Parkgebühren fällig.

Da für Erwachsene Kurtaxe bezahlt werden muss, hat man aber auch an alle anderen öffentlichen Strände auf Sylt Zugang, z.B. in Hörnum.

Insgesamt hatten wir aber eine schöne Woche vor Ort, haben einen Ausflug zu den Seehundbänken mit anschließendem Kleintierfang gemacht (keine Sorge: jedes Tierchen wandert wieder in die Fluten) oder waren neben einigen Strandausflügen auch mal im Naturgewalten-Museum im Lister Hafen oder am Morsumer Kliff.

Wieder mal die Ruhrtopcard eingesetzt. Heute: Deutsches Bergbaumuseum Bochum.

Heute die Ruhrtopcard im nach eigenen Angaben bedeutendsten Bergbaumuseum der Welt eingesetzt. Aktuell läuft noch die Ausstellung “Schätze der Anden”, die über die Kupferminen in Chile berichtet, aber auch die nach dem Vorbild der Dahlbuschbombe konstruierte Hilfsröhre für die Rettung der 33 Chilenen vor knapp einem Jahr zeigt. Ebenso sind einige Mumien zu sehen (Highlight!). Für die Sonderausstellung und den Rundgang unter Tage, Besichtigung des Förderturms und den größten Teil der Dauerausstellung waren wir ca. 2,5 Stunden unterwegs. Am Beeindruckendsten für mich: die aktuellen Anlagen zum Abbau der Kohle. Fernsteuerbare Anlagen, die jederzeit Star Wars oder Alien-Filmen entsprungen sein könnten…

Für Kinder gibt’s eine kleine Fragenrallye, den Bogen an der Info nicht vergessen!

Meine Schnellwertung: drei Schachtzeichen

Achtung: Besucher können das Parkhaus der Polizei mitbenutzen. Einmal um das Gebäude und unter der Überführung durchfahren. Parkplätze könnten besser ausgeschildert sein…

 

Zechentour Rosenblumendelle

Am 29.8.1966 wurde die Steinkohlen-Zeche Rosenblumendelle in Mülheim an der Ruhr geschlossen. Der hiesige Bergbauverein hat dieses 45-jährige “Jubiläum” als Anlass genommen, die über Tage befindlichen Gebäude und Relikte in einer kleinen zweistündigen Tour abzugehen. Ich war dabei, Start war am Toom-Baumarkt, der an gleicher Stelle errichtet wurde.

Dereinst soll das Schwein eines Hirten ein Loch gewühlt haben, worin der Hirte ein Feuer machte. Später wunderte er sich über den schwarzgebrannten Boden. So oder ähnlich mag es angefangen haben, schriftlich erwähnt wurde die Zeche erstmals 1610 mit Verweis auf das Jahr 1580. Nach und nach hat man sich auch dank des technischen Fortschritts immer tiefer in die Erde gebuddelt, hernach war die 10. Sohle wohl 836m unter der Oberfläche. Dieses und ähnliches Wissen hat das nette Sohn-Vater-Gespann erzählt und damit die einzelnen Etappen unterfüttert, die die knapp 50-köpfige Gruppe abgegangen ist. War nett, ist doch immer interessant, was hier umme Ecke alles so ist.

Aufmerksam bin ich übrigens durch einen Artikel im Webauftritt der hiesigen Zeitung geworden: der Gedenkstein wurde zig Jahre später nämlich wiedergefunden.

3. Broicher Schloßnacht in Mülheim an der Ruhr

Am gestrigen 6.8. fand die dritte Broicher Schloßnacht im hiesigen Schloß Broich statt. Schloß Broich ist irgendwie die älteste Karolingerfestung diesseits der Alpen und bröckelt heuer langsam auseinander. Aber ne feine Location für Mittelaltermärkte und -festivitäten. Oder eben auch für die Broicher Schloßnacht. Die nimmt sich als Ziel, auch ein integratives Fest zu sein, und das haben die Veranstalter prima hingekriegt. Sowohl auf Veranstalter- als auch Besucherseite. Das künstlerisch angehauchte Programm wurde zudem von netten Beleuchtungseffekten in Stimmung gesetzt. Leider war das Wetter recht usselig. Egal. Hier ein paar Eindrücke.

Update: DerWesten hat nun auch eine Bildergalerie und einen Artikel online gestellt.

Geschüttelt. Und gerührt. D-Box-Motion Code – ein 4D-Kinoerlebnis.

D-Box Plakat am Eingang

D-Box Plakat am Eingang

Nun habe ich wieder eine dieser technischen Neuheiten erlebt, die unser Nerd-Dasein so nett machen :-)

Seit Ende Mai – wenn ich mich recht erinnere – besteht im Cinemaxx im Rhein-Ruhr-Zentrum/Mülheim an der Ruhr die Möglichkeit, in zwei Kinosälen die sogenannten D-Box-Sessel zu nutzen. Ich habe das am 22.07.2011 einmal ausprobiert, und zwar mit “Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 2″ (Harry Potter Teil 7.2).

Blick auf die Nachbarsitze

Blick auf die Nachbarsitze

Grundsätzlich müssen die Kinos hier ordentlich investieren, daher sind in beiden Sälen nur je zwei Reihen auf D-Box umgerüstet worden, in unserem Kinosaal 7 etwa in Mitte des Raumes. Das Kino selbst war in der entsprechenden Vorstellung nicht wirklich gut gefüllt, die D-Box-Reihen allerdings schon. Die Sitze werden bisher wohl nur von wenig Filmen unterstützt, daher ist auch nicht jede Vorstellung D-Box-kompatibel.

Komfort und Bedienung

Bedienkonsole

Bedienkonsole

Die Sitze sind ordentlich breit und haben jeweils eigene Armlehnen links und rechts. Das aus den meisten Kinos bekannte Teilen der Armlehne mit den Nachbarn entfällt also schon mal. Die Polsterung ist ordentlich, persönlich hätte ich mir auch noch eine Fußablage oder ähnliches gewünscht, doch dazu gleich noch mehr. Jeder Sitz hat einen integrierten Getränkehalter, damit die Getränke nachher nicht mit rumwuseln, gell! Unterhalb der rechten Armlehne ist eine kleine Konsole zur vierstufigen Regulierung der Bewegungsstärke des Sessels angebracht. Leider erfolgt die Regelung über viel zu empfindliche Touchfelder, so dass ich während des Films einmal unbeabsichtigt runtergeregelt habe. Ooops. Im Übrigen kann man zumindest aktuell im Foyer des Kinos (Video) auf zwei Sitzen sich probeschütteln lassen. Da scheint das Polster aber schon was angegriffen zu sein. Für Sitzkomfort und technische Ausgereiftheit vergebe ich zwei von drei Schachtzeichen:

Das Erlebnis

Kopfpolster

Kopfpolster

Was einem während des Films geboten wird, ist ordentlich. Der Sitz bewegt sich sanft, aber auch gerne mal beschleunigend in alle möglichen Richtungen. Jetzt rappelt das nicht die ganze Zeit, sondern bei Szenen, die dem Sesselregisseur sinnvoll erscheinen. So hat man auch mal längere Ruhepausen, und das ist auch gut so. Die Sitze sind damit nicht im Vordergrund, sondern unterstützen das Filmerlebnis. So werden z.B. Widerstände spürbar, etwa wenn man durch einen  “Schutzschild” hindurch dringt. Wie soll ich das jetzt erklären: man fliegt auf den Schutzschild als Zuschauer zu, dann bewegt sich der Sitz vor- und zurück, wenn man hindurch fliegt. Das hat was, macht den Film gefühliger.
Flugszenen werden durchaus zu einem grandiosen, kurzweiligen Erlebnis,        Kamerafahrten um einen imaginären Mittelpunkt etwa haben nun plötzliche Schwerkraft-Auswirkungen. Das wär auch sicher was für Dokumentarfilme, insbesondere Szenen aus der Luft. Actionsszenen, Achterbahnfahrten und  Explosionen gewinnen den einen oder anderen Überraschungseffekt. Aber: für mich mit 1,80m Körpergröße stehen die Füße immer noch auf dem Boden, auch wenn die Sessel durchaus ordentlich hoch sind. Damit verpufft ein Teil der Wirkung, besser wäre hier meiner Meinung nach, wenn diese letzte Verbindung zur Außenwelt irgendwie aufgelöst werden könnte. Den Erlebnisfaktor bewerte ich aber trotzdem mit drei von drei Schachtzeichen, allerdings unter der Voraussetzung, dass es sich um einen 3D-Film handelt, der einen von vornherein mehr in die Handlung reinholt:

Der Preis

Werbung an der 3D-Brille

Werbung an der 3D-Brille

Kommen wir zum eigentlichen Knackpunkt. Der Preis. Und der hat es ordentlich in sich. 19,50 EUR für einen Film (inkl. 3D und entsprechender Brille) ist einfach zu viel. Der Harry Potter hatte noch nicht mal Überlänge. Hallo? Ein Familienausflug ins Kino ist damit eine echte Herausforderung. Also, hier sollte nochmal kräftig an der Stellschraube gedreht werden. Und zwar nach unten. Da kann ich nur ein Schachtzeichen geben, sorry: .

Fazit

In Summe gebe ich zwei von drei Schachtzeichen - der Erlebniswert ist recht hoch in der Kombination 3D, guter Sound (Kino7) und D-Motion-Sessel, aber der Preis verhindert letztlich, das Ganze häufiger zu genießen. Dennoch: ich empfehle, das Ganze mal zu testen. Viel Spaß dabei!

Ach ja: Geschüttelt worden bin ich ganz ordentlich. Manchmal kriegt man das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Gerührt hat mich der Film, aber um den ging’s hier ja eigentlich nicht…

Die Schöne und das Biest. Ein Mülheimer Musical.

Nur zu empfehlen ist die kleine aber feine Musical-Inszenierung “Die Schöne und das Biest” auf der Freilichtbühne Mülheim an der Ruhr. Noch bis 17.07.2011 gibt es Vorführungen, die neben liebevoller Bühnen- und Kostümdeko auch von den Darstellern leben. Die Freilichtbühne fasst deutlich mehr Zuschauer, als heute neben uns saßen, dass lässt sich sicher ändern. :-) Preislich ist die Familienkarte bei 22,- EUR angesiedelt. Das ist für mehr als zwei Stunden gut gefülltes Programm in Ordnung. Kindergeeignet ist das Ganze auch noch.

Das gibt von mir drei Schachtzeichen:

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